Wuhrchnächt

Vorstand

Peter Wenk
Breslauerstraße
79650 Schopfheim

Telefon: +49 7622 9721
Email: wuhrchnaecht@fasnacht-fahrnau.de
Mit zu den ältesten, durch Menschenhand entstandenen Werken in Fahrnau gehören die Teiche, Wuhre und das Wehr. Erstmals wurde ein Wehrbau in der Wiese im Jahre 1350 erwähnt. Dieses Wehr leitete für die damals betriebenen Mühlen das Wasser in den Teich. Gleichzeitig diente das Wasser den Mattenbesitzern zur Bewässerung ihrer Matten, welches mit Wuhren und Stellfallen reguliert wurde. Die Bedienung der Stellfallen erfolgte mit sogenannten Windebrettern. Um die vielen Gräben in sauberem Zustand zu halten, wurden diese mit Rechen und Gabeln von Ästen und angeschwemmten Unrat gesäubert. Größere Äste und Balken wurden mit Fanghacken aus dem Wasser gezogen.

Für anfallende Ausbesserungsarbeiten an den genannten Einrichtungen und für die Wasserregulierung waren die sogenannten

"Wuhrchnächte"

zuständig und verantwortlich.

Die Wuhrchnächte waren ein Völkchen für sich alleine; es waren zum Teil - wie man heute sagt - ungehobelte Burschen, die einem zünftigen Streit nie aus dem Wege gingen und so nicht den besten Ruf hatten.

Man sieht dies auch an der Maske, die ein grobes Gesicht mit Beulen und Schrammen darstellt. Da die Wuhrchnächte bei jeder Witterung tätig waren, soll die Pellerine, die über dem mausgrauen Kittel getragen wird, als Wetterschutz angesehen werden. Sie ist mit kleinen Fanghacken und Windebrettli bestückt.
Der Kittel wird von einem breiten Gürtel zusammengehalten, an dem ein "Z'nueni Däschli" befestigt ist.
Die weitgeschnittene braune Hose, die derben Stiefel und die Handschuhe vervollständigen das Häs.

Die dunklen Stoffe wurden ausgewählt, damit der Eindruck entsteht, dass die Wuhrchnächte mit ihrem Arbeitswerkzeug, das bei Umzügen als Requisit dient, direkt von der Arbeit kommen.

Nach Beschreibungen und Erzählungen des Ehrenzunftrates Hermann Drumm wurde von den Gründungsmitgliedern das Häs entworfen.
Vermittlerperson zwischen der neuen Gruppe und der Fasnachtsgesellschaft Fahrnau war Margot Strass, die einen entsprechenden Antrag an die Gesellschaft richtete.
Nach Befürwortung durch den Zunftrat konnte die Maskengruppe der Wuhrchnächte 1981 gegründet und 1982 offiziell vorgestellt werden.