Schiebechnächt Kürnberg e.V.

Vorstand

Elke Urban
Karlsbaderstraße 12
79650 Schopfheim

Telefon: +49 7622 65027
Email: schiebe-chnaecht@fasnacht-fahrnau.de
Im Jahre 1979 wurden die Schiebe - Chnächt als lose Vereinigung gegründet.
Schon damals wurde ein ähnliches Häs wie heute, jedoch ohne Maske getragen.

Im Jahre 1985 wurden die Masken von Roman Kubik entworfen und geschnitzt. Gleichzeitig wurde das Häs von Zeno Haselwander und Heinz Engler Jun. verfeinert und so wie es auch heute noch von den Schiebe - Chnächt getragen wird, entwickelt. Das Häs besteht aus einer Holzmaske mit typisch alemanischen Zügen.

Die Kopfbedeckung besteht aus schwarzem Cordstoff. Auch das Oberteil besteht aus schwarzem Cordstoff, auf dem 10 Scheiben und kleine Schellen angebracht sind. Die Kniebundhose ist aus rotem Stoff gefertigt. Schwarze Socken und schwarze halbhohe Schuhe vervollständigen das Häs. Als Utensilien wird eine Kette aus Kleinen Haselnußstecken getragen und eine Rätsche mitgeführt.

Die Zusammenstellung des Häs hat symbolischen Charakter. So soll die Maske einen allemanischen Bauernknecht darstellen. Das schwarze Oberteil mit den Scheiben und den Schellen soll den Nachthimmel mit funkelnden Sternen und den fliegenden Scheiben darstellen. Die rote Hose symbolisiert das Scheibenfeuer. Die Kette aus Haselnußstecken entsprechen den Scheibenstecken.
Die Figur hat natürlich auch einen historischen Hintergrund. In der Ausgabe des Fahrnauer Buches ( Lichtgang durch die Vergangenheit des Dorfes) von 1957 wird unter der Überschrift " Alemanisches Brauchtum" folgendes beschrieben.

"Wenn uf em Hüenerberg s' Fahrnauer Füer brennt , zünde au die Chürnberger ihrs a und au d' Wiechser uf em Hohflum und s' Muhlberger uf de Friedenshöh, s' Gresgemer, s'Raitbacher und s'Husemer uf em Maieberg stiege us em Ibruch der Nacht ; und hundertfältig fliege d' Sunnrädli , nach altem uralemanischem Bruch. Bevor s' Füer azunde werde cha , mueß Holz und Strauh und sunnscht allerhand Güsel im Dorf gsammelt werde , uf der Hüenerberg g' fahre und ufgsetzt werde. Mit ere Chuehglocke werde d' Lüt usegschellt , und d' Buebe rüefe im Sprechchor ihre Spruch:

Gent is e Welle Strauh Riesewelle au, oder e alte Filzhuet, s ' isch alles zemme guet! Isch e gueti Frau im Huus, git sie au e Welle us!

Aber am Dunschtig vor em Funkesunntig scho isch in Fahrnau e Schybemärt im alt Buuchhus hinterem Rothus. Do biete d' Chürnberger Schybemacher ihri Schybe a un gen au no a Haselruete derzu. "

Nach mündlichen Überlieferungen in Kürnberg wurden früher in Kürnberg von den Bauernknechten als Zuverdienst Scheiben gemacht , die dann in Fahrnau auf dem Markt verkauft wurden. Diese Tradition des Scheibenmachens ist in Kürnberg nie ganz gestorben. Es gab immer noch ein paar ältere Männer , die diesem Hobby nachgingen. Die Tradition des Scheibenmachens erlebte dann wieder einen Aufschwung durch die Schiebe - Chnächt , die jedes Jahr Scheiben machen und diese vor dem Funkensonntag auf dem Markt in Schopfheim verkaufen.

Die Schiebe - Chnächt Kürnberg entschlossen sich im Jahre 1996 sich der Fahrnauer Fasnachtgesellschaft anzuschließen.
Zur Zeit besteht der Verein aus 16 aktiven ,13 Kindern und ca. 40 passive Mitgliedern.